Warum dieses Projekt?

„Technisches Wissen ist in der Feuerwehr en masse vorhanden“, sagt Alexander Blasczyk, Geschäftsführer des Thüringer Feuerwehr-Verbands, „jedoch fehlt beispielsweise das Wissen über Extremismus“. Das will der Thüringer Feuerwehr-Verband ändern. In Seminaren und Workshops sollen die Mitglieder der Feuerwehr sensibilisiert werden, wie man Extremismus schnell erkennt und mit Menschen umgeht, die solchen gut heißen. Doch nicht nur das – die Feuerwehr soll auch intern „demokratischer“ werden. Zwar sind laut Blasczyk hierarchische Strukturen beim Einsatz notwendig, auf gemeinschaftlicher Ebene ist jedoch das Mitwirken und die Beteiligung aller gefragt.

Hier sollen künftig alle Mitglieder Verantwortung übernehmen. Um diese Ziele umzusetzen, sind drei Schritte geplant: Die Motivation durch Information und Aufklärung, die Qualifizierung durch neu geschaffene Netzwerke und Strukturen und schließlich die Schaffung eines Qualifizierungs-, Informations- und Beratungsangebotes auf regionaler und überregionaler Ebene.

Die entscheidenden Grundlagen für die Durchsetzung sind der Auf- und Ausbau der regionalen Multiplikatorenstruktur, die Erarbeitung von Arbeitsmaterialien und Unterrichtseinheiten, die Etablierung von Schulungen für Führungskräfte sowie eine nachhaltige interne und externe Öffentlichkeitsarbeit.

 

Einen Einblick über die Jahre 2011 bis 2016 im Projekt „Einmischen, Mitmachen, Verantwortung übernehmen“ gibt unsere gleichnamige Broschüre. Diese kann kostenfrei angefordert werden.